Auszüge aus unserem Präventionskonzept
Gute Beziehungen - Gewaltprävention - Regelverstöße - Konflikte
Die Wichtigkeit einer guten Beziehung
Es macht einen Unterschied, ob ein Kind ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu seinen Lehrern hat, oder nicht. Der erste Schritt sollte eine Kontaktaufnahme mit dem Kind sein, die es erlaubt, dass das Kind mit Offenheit seinem Gegenüber begegnen kann.
Das Bedürfnis nach positiven Bindungen führt bei Kindern oft dazu, dass sie sich zunehmend damit beschäftigen, wie sie zum Wohlbefinden naher Menschen beitragen können.
Gefühle
Gefühle sind ein zentraler Bestandteil unseres Erlebens und beeinflussen unser Verhalten und Handeln. Darüber sprechen, wie Gefühle heißen, entstehen und wirken, beeinflusst die Fähigkeit der Kinder hinsichtlich Reden über Gefühle erheblich. Informationen über Gefühle des Sprechers geben dem Gegenüber Klarheit darüber, was gerade in dieser Person vor sich geht.
Elternarbeit
Schulprävention findet auch auf Elternebene statt. Zur Elternarbeit gehören Maßnahmen, Veranstaltungen für Eltern, mit denen eine wechselseitige Abstimmung und Unterstützung der jeweiligen Präventionsarbeit mit den Kindern erreicht werden soll. Dazu gehören u.a. Elternsprechstunden, regelmäßige Elternabende, Elternabende zu bestimmten Themen, Mitbestimmung der Eltern bzw. Elternvertretungen, Hausbesuche und Elternarbeit im Unterricht.
Gewaltprävention
Gewaltfreie Konfliktlösung „Hauen ist doof“
Pädagogische Intention
Unsere Schüler/Innen sollen im Laufe der Grundschulzeit die Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktlösung nach der Win-Win-Methode erfahren und anwenden lernen. Sie sollen lernen, das „Stopp-Zeichen“ selbstbewusst, laut genug und mit ganzem Körpereinsatz zu sagen bzw. auszudrücken.
Pädagogische Intention
Unsere Schüler/Innen sollen im Laufe der Grundschulzeit die Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktlösung nach der Win-Win-Methode erfahren und anwenden lernen. Sie sollen lernen, das „Stopp-Zeichen“ selbstbewusst, laut genug und mit ganzem Körpereinsatz zu sagen bzw. auszudrücken.
Ziele sind:
- die Entwicklung von Basiskompetenzen (Körpersprache, eigene Gefühle und die anderer wahrnehmen)
- erarbeitete Schul- und Klassenregeln zu internalisieren und sich an diese zu halten
- eine Streitkultur zu entwickeln und diese anzuwenden
Gewaltfrei durch verbalen Ausdrucksmöglichkeiten
Kommunikation ist der Schlüssel zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Allerdings muss diese Kommunikation bestimmten Ansprüchen genügen. Marshall B. Rosenberg bezeichnet diese Form als „gewaltfreie Kommunikation“.
Vorgehensweise bei Regelverstößen und Konflikten
Die Eltern werden an den Elternabenden über die Vorgehensweisen bei Regelverstößen, das bei Stopp-ist-Schluss-Programm und über die Konfliktordnung der GS Weier informiert.
Vorgehen bei Regelverstößen
Bei Regelverstößen tritt zunächst die Lehrperson in Aktion, die unmittelbar von dem Regelverstoß betroffen ist. Ggf. werden die Verstöße von den Schülern selbst im Rahmen des Klassenrats besprochen und dort nach einem „Ausgleich“ oder nach einer Lösung gesucht. Bei gravierenden Verstößen werden die Eltern möglichst zeitnah in schriftlicher oder telefonischer Form benachrichtigt.
Es hat sich an der GS Weier als positiv erwiesen, das Verhalten der Kinder stundenweise (in einem leeren Stundenplan werden pro Unterrichtsstunde je nach beobachtetem Verhalten Smileys oder traurige Gesichter eingezeichnet) zu bewerten bzw. einen Beobachtungsbogen über Arbeits- und Sozialverhalten zu führen. Bei gravierenden bzw. wiederholt andauernden Verstößen wird die Schulleitung informiert und ggf. mit ihr das weitere Vorgehen abgestimmt.
Die Konfliktlösung sollte möglichst auf der Ebene erfolgen, auf der der Konflikt entstanden ist, deshalb sprechen Eltern als erstes mit den Klassenlehrern, Fachlehrern Konflikte an. Es besteht die Möglichkeit, klasseninterne Konflikte im Klassenrat in der Klassenlehrerstunde zu lösen.
Konfliktgespräche mit Schülern
Treten an der GS Weier gravierendere, klassenübergreifende Konflikte auf, so beruft eine Lehrperson spontan und möglichst zeitnah ein Konfliktgespräch ein. Die Sichtweisen aller Kinder zum Konflikt werden neutral protokolliert und gemeinsam ein Ausgleich/ eine Lösung vereinbart.
Sollten Klassenrat und Konfliktgespräche zu keiner Konfliktverminderung beitragen (wiederholtes Vorkommen), so lädt die Schulleitung die Eltern zu einem Gespräch mit der jeweiligen Lehrperson ein. Dieses Gespräch arbeitet mit den Eltern Zielvereinbarungen zum Konflikt bzw. zur Verhaltensänderung heraus und bespricht jeweilige Konsequenzen erneuten Fehlverhaltens.
Konfliktordnung der GS Weier
Um das soziale Zusammensein in der Schule zu fördern, hat die Grundschule Weier eine Konfliktordnung, die bei individuellen Konflikten zwischen einem Lehrer und einem Schüler unterstützen soll.
Sie regelt, wie sich Lehrer, Schüler und Eltern in einem Konfliktfall verhalten können und stellt gleiche Voraussetzungen für alle sicher.
Schrittfolge bei Einzelproblemen zwischen einem Lehrer und einem Schüler
- Liegt ein Konflikt vor, der sich zur Konfliktaustragung lohnt, suchen Sie den direkten Kontakt zum Konfliktpartner: Lehrer-Schüler-Gespräch
- Wenn dieser erste Lösungsversuch scheitert, wird die Gesprächsrunde durch einen Elternteil erweitert.
- Findet sich auch in diesem Gespräch keine Lösung, wird im nächsten Schritt die Schulleitung bzw. ein anderer Moderator hinzugezogen (Elternbeiratvorsitzender, Schulpsychologe, externer Moderator). Beide Seiten stellen unter der Leitung des Moderators nochmals den Konflikt dar und einigen sich ggf. auf eine Lösung.
- Führen alle schulinternen Lösungswege nicht zum Erfolg, ist die zuständige Schulaufsicht der nächste Adressat (Staatliches Schulamt Offenburg).
